Die Fußstütze ist eines der meistgekauften Bürostuhl-Zubehörteile — und gleichzeitig eines der am häufigsten unnötig gekauften. Bevor du eine bestellst, lohnt sich ein kurzer Check, ob dein Problem nicht eigentlich an der Sitzhöhe liegt.

Quick Answer: Eine Fußstütze lohnt sich vor allem dann, wenn deine Füße bei korrekt eingestellter Sitzhöhe (Oberschenkel waagerecht, Kniewinkel 90–100°) nicht mehr flach auf dem Boden stehen — typischerweise bei kleinerer Körpergröße oder festen, nicht absenkbaren Schreibtischen. Laut Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV), Anhang Nummer 6.1, muss eine Fußstütze bereitgestellt werden, wenn sich Sitz- und Tischhöhe nicht so aufeinander abstimmen lassen, dass eine ergonomisch korrekte Sitzhaltung möglich ist. Gute Modelle wie die Fellowes Standard-Fußstütze (ca. 25–35 €) oder die Duronic FT04 (ca. 25–30 €) sind in Höhe und Neigung verstellbar — genau das macht laut DIN EN 1335-Grundprinzip (Kniewinkel 90–100°) den Unterschied zwischen echter Entlastung und einem Zubehörteil, das nur im Weg steht.

Zuletzt aktualisiert: 29.08.2026 — Produktrecherche erneut geprüft: Die zuvor genannte „Duronic RFS1” existiert nicht als reales Duronic-Modell und wurde korrigiert zu Duronic FT04 (echtes, bei Duronic gelistetes Modell, ca. 27 €, Höhenverstellung über Blöcke von 9 auf 11 cm statt stufenlos, Neigung vorn/hinten verstellbar, Massage-Roller mit sieben Reihen statt Massagenoppen). Fellowes Standard-Fußstütze und Kensington SoleMate bleiben unverändert innerhalb der bestehenden Preisspannen.

Wann eine Fußstütze wirklich sinnvoll ist

Der Test ist einfach: Stell deinen Bürostuhl nach der Schritt-für-Schritt-Anleitung korrekt ein, sodass deine Oberschenkel waagerecht sind und die Kniekehle einen Winkel von 90 bis 100 Grad bildet. Stehen deine Füße danach noch flach auf dem Boden, brauchst du keine Fußstütze. Schweben sie dagegen in der Luft — meist, weil der Schreibtisch nicht tief genug abgesenkt werden kann oder du unter etwa 1,65 m groß bist — gleicht eine Fußstütze genau diesen Höhenunterschied aus, ohne dass du die Sitzhöhe unergonomisch niedrig einstellen musst.

ModellVerstellbarkeitPreisAm besten für
Fellowes Standard-FußstützeNeigung fest, rutschfeste Oberflächeca. 25–35 €Einfacher Einstieg, solide Verarbeitung
Duronic FT04Höhe in Blöcken (9/11 cm), Neigung vorn/hinten, Massage-Rollerca. 25–30 €Individuelle Feinjustierung
Kensington SoleMateNeigung verstellbar, kompaktca. 20–30 €Wenig Platz unter dem Schreibtisch

Fellowes Standard-Fußstütze

Solider Einstieg · ca. 25–35 €
  • Rutschfeste, strukturierte Oberfläche, auch für Barfuß oder Socken geeignet.
  • Feste, leicht geneigte Fläche — unkompliziert im Aufbau, keine Einstellung nötig.
  • Fellowes ist auf Büroergonomie spezialisiert und liefert seit Jahren stabile Standardmodelle.
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Worauf es bei der Wahl ankommt

Nicht jede Fußstütze passt zu jeder Sitzsituation. Wer die Höhe auf einen bestimmten Tisch abstimmen muss, profitiert von einem Modell wie der Duronic FT04, deren Höhe sich über Blöcke von 9 auf 11 cm erweitern lässt und die zusätzlich einen massierenden Roller für mehr Durchblutung bei langen Sitzzeiten bietet — ein Detail, das besonders in Kombination mit Mesh-Stühlen wie unserem Ratgeber zu Bürostühlen mit Netzbezug sinnvoll ist, da beide auf Durchblutung und Wärmeabfuhr abzielen.

Duronic FT04

Beste Feinjustierung · ca. 25–30 €
  • Höhe über Blöcke von 9 auf 11 cm erweiterbar, Neigung nach vorn und hinten einstellbar.
  • Zentraler Massage-Roller mit sieben Reihen zur Anregung der Durchblutung bei langem Sitzen.
  • Leichtes Kunststoffgehäuse (unter 2 kg) mit rutschfesten Gummifüßen, geeignet auch für kleinere Schreibtische.
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Wer wenig Platz unter dem Schreibtisch hat oder die Fußstütze öfter wegräumen will, ist mit einem kompakteren Modell wie der Kensington SoleMate besser bedient — sie nimmt weniger Tiefe ein, bietet aber immer noch eine verstellbare Neigung statt einer starren Fläche.

Fußstütze oder doch besser der richtige Stuhl?

Bevor du zur Fußstütze greifst, lohnt ein Blick auf den Stuhl selbst: Modelle mit großem Sitzhöhenbereich wie unser Ratgeber Bürostuhl höhenverstellbar zeigt, lassen sich oft so weit absenken, dass eine Fußstütze gar nicht erst nötig wird. Bleibt die Höhe trotzdem unpassend — etwa weil der Tisch selbst nicht verstellbar ist — ist die Fußstütze die richtige, deutlich günstigere Lösung, statt gleich einen neuen Schreibtisch anzuschaffen. Auch bei Rückenproblemen kann eine falsch fehlende Fußstütze eine ungünstige Haltung verstärken; mehr dazu in unserem Ratgeber Bürostuhl bei Rückenschmerzen.

Für wen sich eine Fußstütze lohnt

Am meisten profitieren kleinere Personen an festen Schreibtischen, alle mit wechselnden Arbeitsplätzen (z. B. im Homeoffice an einem nicht höhenverstellbaren Tisch) und alle, die laut ArbStättV Anspruch auf eine ergonomische Ausstattung haben, aber keinen höhenverstellbaren Tisch bekommen. Wer bereits einen Sitz-Steh-Tisch nutzt und die Höhe frei wählen kann, braucht in den meisten Fällen keine zusätzliche Fußstütze — hier lohnt sich eher ein Blick auf die richtige Lordosenstütze für die Rückenunterstützung. Wer dagegen lieber einen Stuhl mit bereits eingebauter, ausklappbarer Fußstütze sucht, sollte vorher unseren Vergleich Bürostuhl mit Fußstütze lesen — dort erfährst du, warum diese Modelle meist eher Liegesessel als vollwertige Arbeitsstühle sind.

Fazit

Eine Fußstütze ist kein Muss für jeden Bürostuhl, aber eine günstige und wirksame Lösung, wenn Sitzhöhe und Tischhöhe nicht zusammenpassen. Teste zuerst die korrekte Stuhleinstellung — brauchst du danach noch Unterstützung, ist die verstellbare Duronic FT04 unsere Empfehlung für die meisten Nutzer, während die Fellowes Standard-Fußstütze als unkomplizierter Einstieg reicht.

Unsere Empfehlung: Duronic FT04

Beste Feinjustierung · ca. 25–30 €
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