Quick Answer: Roller verkauft vor allem günstige Dreh- und Chefsessel über Werbeprospekte — Preise laut kaufDA-Angebotslisten ab ca. 39,99 € für den günstigsten Drehstuhl bis ca. 199,99 € für Chefsessel, ohne feste Online-Preisliste. Seit 2019 hält die XXXLutz-Gruppe 50 Prozent an Roller, gemeinsam mit der Goslarer Tessner-Gruppe — Roller bleibt dabei aber eigenständig geführt. Seit September 2025 hat Roller mehrere Filialen geschlossen (u. a. Gera, Offenbach, Crailsheim), begründet mit zurückhaltendem Konsumverhalten — ein Punkt, den die anderen neun Ketten in diesem Vergleich aktuell nicht melden.
Nach unseren Vergleichen mit IKEA, Möbel Höffner, Mömax, POCO, XXXLutz, Segmüller, OTTO, Möbel Boss und Lidl ist Roller die zehnte Kette in unserer Reihe — und die einzige, die sich selbst als “Erfinder des Möbeldiscounts” bezeichnet, aber aktuell öffentlich Filialen schließt.
Vom Möbeldiscount-Pionier zur XXXLutz-Beteiligung
Roller wurde 1969 in Osnabrück gegründet, ursprünglich als Möbeldiscounter SB Lagerkauf, und wuchs laut Unternehmensangaben zum größten deutschen Möbeldiscounter mit rund 100 Filialen im Jahr 2010. Seit dem 1. Oktober 2019 ist die Kette jedoch nicht mehr vollständig unabhängig: Die österreichische XXXLutz-Gruppe stieg mit 50 Prozent bei Roller ein — im selben Zug, in dem XXXLutz auch bei tejo/Schulenburg einstieg. Damit ist Roller nach Mömax, POCO und Möbel Boss bereits die vierte Kette mit XXXLutz-Verbindung in diesem Vergleich — aber mit einem wichtigen Unterschied: Während Mömax, POCO und Möbel Boss als vollständige XXXLutz-Töchter geführt werden, ist Roller nur zur Hälfte beteiligt und bleibt laut der XXXLutz-eigenen Pressemitteilung “eigenständig am Markt aktiv” — mit eigenem Management, in direkter Konkurrenz zu den eigenen Schwesterketten.
| Kette | XXXLutz-Verbindung | Führung |
|---|---|---|
| Mömax | 100 % Tochter | Teil der XXXLutz-Organisation |
| POCO | 100 % Tochter (seit 2018) | Teil der XXXLutz-Organisation |
| Möbel Boss | 100 % Tochter | Teil der XXXLutz-Organisation |
| Roller | 50 % Beteiligung (seit 2019) | eigenständiges Management, im Wettbewerb zu XXXLutz-Marken |
Sortiment und Preise: prospektgetrieben statt Festpreisliste
Roller-Drehstuhl, Einstiegsmodell
- Laut kaufDA-Angebotslisten der günstigste gelistete Bürostuhl-Preis im Roller-Sortiment.
- Gilt nur innerhalb des jeweiligen Prospekt-Zeitraums und kann regional abweichen.
- Keine Angaben zu Belastbarkeit oder Zertifizierung in den verfügbaren Prospektquellen.
Roller-Chefsessel, Mittelklasse
- Chefsessel-Preisband laut aktuellem "RABATTE-RABATZ"-Prospekt, Laufzeit teils nur bis Ende eines Monats.
- Ein weiterer Drehstuhl wird für 149,99 € statt UVP 229,99 € beworben — ein typisches Rabatt-Muster bei Roller.
- Keine dauerhafte Online-Produktseite mit festen Spezifikationen verfügbar, anders als bei IKEAs MARKUS oder Lidls Livarno Home.
Anders als bei IKEA oder Lidls Hausmarke Livarno Home gibt es bei Roller keine feste, dauerhaft online einsehbare Produktseite mit Belastbarkeitsangaben oder Zertifizierungen — die verfügbaren Preisdaten stammen aus Werbeprospekten und Prospekt-Aggregatoren wie kaufDA, nicht aus einem festen Online-Shop-Katalog. Wer konkrete technische Daten vor dem Kauf prüfen möchte, findet dafür bei spezialisierten Ergonomie-Marken wie SIHOO oder FlexiSpot deutlich mehr Transparenz.
Warum Roller gerade Filialen schließt
Ein Punkt, der Roller von den neun anderen Ketten in diesem Vergleich unterscheidet: Seit September 2025 hat Roller mehrere Filialschließungen bekanntgegeben, darunter Standorte in Gera und Offenbach. Weitere Schließungen folgen: Crailsheim Ende April 2026, sowie Villingen-Schwenningen, Reutlingen und Oldenburg in Holstein spätestens Ende Juni 2026. Laut Presseberichten begründet das Unternehmen dies mit zurückhaltendem Konsumverhalten und will sich auf wirtschaftlich erfolgreiche Standorte konzentrieren. Die genaue Filialzahl schwankt in den Quellen zwischen gut 100 und 114 bundesweiten Standorten — Roller ist laut Presse weiterhin in allen Bundesländern vertreten, aber das Netz wird dünner.
Für Käufer bedeutet das konkret: Vor einem geplanten Besuch lohnt sich ein Blick, ob die nächstgelegene Filiale aktuell noch dauerhaft geöffnet ist, bevor man auf eine Prospekt-Aktion vor Ort setzt.
Roller oder lieber ein Ergonomie-Spezialist?
Wer gezielt nach einem stark reduzierten Einstiegs-Drehstuhl sucht und flexibel auf die aktuelle Prospektwoche reagieren kann, findet bei Roller reale Schnäppchen ab knapp 40 €. Wer dagegen täglich mehrere Stunden am Schreibtisch sitzt und verlässliche Spezifikationen wie eine 150-kg-Belastbarkeit oder eine adaptive Lordosenstütze erwartet, ist bei einem dedizierten Ergonomie-Modell wie dem SIHOO Doro C300 ab ca. 210 € besser aufgehoben — mit fester Produktseite statt wechselnder Prospektpreise. Einen vollständigen Überblick findest du in unserer Übersicht der besten ergonomischen Bürostühle.
Weitere Händler-Vergleiche: Lidl, Möbel Boss, POCO und XXXLutz. Einen Überblick über alle wichtigen Ergonomie-Marken findest du in unserem Marken-Vergleich.